Die besten Wettanbieter mit deutscher Lizenz 2026 – zehn geprüfte Namen und was hinter ihnen steht
Datenstand: 30. Oktober 2026; Grundlage der Erlaubnisangaben ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026.

Wer nach einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis sucht, stellt in Wahrheit zwei Fragen, und die zweite ist die schwierigere: Ist dieser Anbieter überhaupt zugelassen? Und wenn ja – welche der zugelassenen Wege passt zu meinem Kontingent an Zeit, Geduld und Nerven? Die erste Frage lässt sich in zwei Minuten klären, die zweite nicht. Die amtliche Liste ist keine Empfehlung, sie ist ein Filter. Alles, was danach kommt, ist eine Entscheidung, die niemand für den Leser trifft.
Genau darum geht es hier: nicht darum, welcher Anbieter der beste ist – dieses Wort steht in jedem Marketingtext und bedeutet dort nichts –, sondern darum, welche Wege es gibt, wer sie nimmt und was jeder kostet. Von zehn Anbietern mit Sportwetten-Erlaubnis über die Regeln, die für sie alle im gleichen Maß gelten, bis zu den Stellen, an denen sie sich unterscheiden, obwohl sie dasselbe dürfen.
Die amtliche Liste: warum sie das einzige Prüfmittel ist
Ein Anbieter ohne Eintrag in der Whitelist darf in Deutschland keine Sportwetten annehmen, und dagegen hilft kein Siegel, kein Gütesiegel-Bild und kein Hinweis auf eine Lizenz „aus der EU“. Wer prüfen will, ob ein Wettanbieter zugelassen ist, öffnet die Übersicht der erlaubten Glücksspielanbieter auf der Seite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und sucht die Domain unter der Sparte Sportwetten. Steht sie dort unter dem Sportwetten-Permit, ist der Anbieter erlaubt. Steht sie nur unter virtuellen Automatenspielen, ist der Sportwettenteil nicht gedeckt. Steht sie nicht dort, ist die Sache erledigt.

Das klingt trivial und wird trotzdem ständig übergangen, weil die Domain allein nichts beweist. Jeder kann eine .de-Adresse registrieren. Was zählt, ist der Eintrag, und der Eintrag hat drei Bestandteile, die zusammengehören: die Domain, der Inhaber der Erlaubnis und das Erstdatum. Der Inhaber ist fast nie der Name, den der Kunde auf der Rechnung sieht. Hinter Bet3000 steht die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema auf Malta, hinter Betano die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, hinter Bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, hinter Leovegas die LVSports Limited. Wer sich über einen Anbieter beschwert, beschwert sich über eine maltesische Gesellschaft, und das ist keine Formalie, sondern die erste praktische Auskunft, die die Liste gibt.
Die zweite ist das Datum, und hier lohnt eine Unterscheidung, die in Werbetexten gern verschwindet. Auf der Whitelist steht ein Erstdatum, kein Ablaufdatum. Die Behörde führt die Liste ohne Ende, und deshalb gehört zu jeder Erlaubnisangabe die Formulierung, die die Liste selbst verwendet: seit dem und dem Tag. Wer daraus eine Laufzeit bis 2030 bastelt, hat nicht sorgfältig gelesen, sondern geschätzt.
Wie die Liste zustande kam – und wie viele Wege sie überhaupt zulässt
Die Whitelist hat eine Vorgeschichte, die erklärt, warum sie so kurz ist. Die ersten länderübergreifenden Erlaubnisse für Sportwetten konnten wegen laufender Gerichtsverfahren erst im Oktober 2020 erteilt werden. Der GlüStV 2021 trat zum 1. Juli 2021 in Kraft, die Behörde mit Sitz in Halle (Saale) vergibt seither die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet und führt die Aufsicht. Der Vorgang ist also jung – fünf Jahre alt, gerechnet vom Inkrafttreten, nicht vom ersten Erlaubnisschein.

Im Jahr 2024 hatten 32 Veranstalter eine Erlaubnis für die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten, davon 13 für den stationären und den Internetvertrieb und 19 ausschließlich für das Internet. 27 dieser Erlaubnisinhaber hatten ein aktives Angebot – fünf hatten also Papier und kein Produkt. Das ist die Zahl, an der sich die Behauptung „über 30 zugelassene Sportwetten-Anbieter“ bricht: Zulassungen sind nicht Angebote. Auf einem späteren Stand, dem 2. Oktober 2026, weist die Whitelist 30 Einträge aus, 27 Halter mit Sportwetten-Erlaubnis – zwei davon zusätzlich für Pferdewetten – und drei, die nur Pferdewetten anbieten dürfen. Die Zahl der Einträge und die Zahl der Spielorte sind zwei verschiedene Zahlen, und beide sind kleiner, als die Werbung suggeriert.
Zum Vergleich die Gesamtliste: Nach Angaben der Behörde hatten im September 2026 insgesamt 129 Veranstalter und Vermittler eine Erlaubnis und standen auf der amtlichen Liste, erlaubt waren insgesamt 229 Glücksspielseiten über alle Glücksspielarten. Wer also eine Liste „aller Wettanbieter mit deutscher Lizenz“ erwartet, die hunderte Namen umfasst, verwechselt Sportwetten mit dem Gesamtmarkt. Der Sportwettenteil ist ein gutes Stück kleiner.
Parallel zum Vertrieb wuchs die Abwehr. Die Zahl der Untersagungsverfahren stieg von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025; 1.843 illegale Websites waren 2025 nach Untersagungen oder Netzsperren aus Deutschland nicht mehr erreichbar. Die Behörde arbeitet also nicht nur mit einer Liste, sondern mit dem Gegenstück dazu. Wer heute auf einer Offshore-Seite landet, landet auf einer Adresse, die auf einer dieser Listen steht oder dort gerade nachgetragen wird.
Welche Wege die deutsche Erlaubnis öffnet – und welche sie schließt
Die Entscheidung für einen erlaubten Anbieter ist keine Entscheidung für mehr Freiheit. Sie ist eine Entscheidung für mehr Rechtssicherheit und weniger Bewegungsraum, und beides steht im selben Paragrafen. Wer das nicht auseinandersortiert, liest später in den AGB etwas, das ihn überrascht.
Was ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis anbieten darf, ist eng umrissen. Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse innerhalb des Geschehens, als Einzel- und als Kombiwette – und nur die Wettarten, die die Behörde im Sportwettprogramm zugelassen hat. Das klingt weiter, als es ist, denn an zwei Stellen wird es spürbar eng.
Live-Wetten während eines laufenden Ereignisses sind nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor beim Fußball geht, der nächste Satz beim Tennis geht, der nächste Punkt beim Tennis nicht und der nächste Korb beim Basketball auch nicht. Wer aus einem Live-Wetten-Angebot auf einer deutschen Seite den Eindruck gewinnt, er könne jeden Moment bepreisen, hat den Regeln widersprechende Werbung gesehen. Der Markt ist an dieser Stelle nicht schmal aus Zufall, sondern per Verordnung.
Der zweite Ausschluss betrifft ganze Sportarten und Wettarten. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, sind ausgenommen; nach der Praxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ausgeschlossen, Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse ebenfalls. E-Sport ist kein Thema, weil die Behörde E-Sport nicht als Sport anerkennt und Wetten darauf nicht möglich sind. Wer heute auf einer deutschen Seite ein E-Sport-Wettangebot findet, sollte die Domain noch einmal in der Whitelist nachschlagen.
Es gibt keinen gesetzlichen Höchsteinsatz pro Wette. Der Gedanke, deutsche Anbieter seien auf wenige Euro Einsatz gedeckelt, ist falsch, und er entsteht, weil zwei andere Grenzen – Einzahlung und Verifizierung – regelmäßig mit einem Einsatzlimit verwechselt werden. Der maßgebliche Hebel liegt beim Einzahlen, nicht beim Setzen.
Was tatsächlich verschwindet, ist das Bezahlverfahren als anonyme Hintertür. Erlaubt sind Einzahlungen nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut; anonyme Zahlungsmittel sind unzulässig. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Sportwettenmarkt heraushält – nicht eine Liste verbotener Marken, sondern eine Eigenschaft des Kontos. Wer mit einer Paysafecard um die Ecke kommt, kommt nicht um die Ecke.
Und die Gutschrift: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Kein Detail, das einen erfahrenen Spieler beeindruckt, aber eines, das den Unterschied erklärt, wenn ein Live-Wettschein auf einer Offshore-Seite plötzlich zu einem Zeitpunkt ausgebucht wird, an dem das Spiel noch läuft.
Was die Erlaubnis nicht ist: Steuer, Fremdlizenzen und die Grauzone der Rückforderung
Zwei Sätze, die auf dieser Seite zusammengehören, weil sie sonst getrennt voneinander missverstanden werden: Die Whitelist prüft eine Erlaubnis. Sie prüft nicht die Steuerlage und nicht die Rechtmäßigkeit alter Verträge.
Zur Steuer. Die Sportwettensteuer nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst (das entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags). Wer die 5,3 % auf den Einsatz rechnet, rechnet falsch, und der Unterschied ist bei 1.000 € Einsatz genau eine Kaffeetasse, aber eine, die der Anbieter bezahlt oder der Kunde, je nach Preisgestaltung. Geschuldet wird die Steuer vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden. Ob und wie sie weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter, und darüber gibt seine eigene Preisliste Auskunft, keine allgemeine Regel. Ein zweiter Punkt: Die Steuer gilt auch für unerlaubte Anbieter. Eine Steuernummer ist kein Lizenznachweis.
Zum zweiten Satz, und der ist unbequemer für alle Beteiligten. Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € zurück, die Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 waren. Am 19. März 2026 hielt Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden können – mit einer Ausnahme für Fälle, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Daraus wird gern ein Rückzahlungsanspruch für alle gebaut. Das steht dort nicht. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und wer heute klagen will, klagt nicht auf Grundlage des Amtsblatts, sondern mit einem Anwalt, einem alten Kontoauszug und einem Kostenrisiko.
Warum eine Erlaubnis aus Curaçao in Deutschland nichts wert ist
Eine maltesische, zyprische, curaçaoische oder anjouanische Erlaubnis ist hier kein kleineres Zertifikat, sondern gar keines. Wer Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis Sportwetten anbietet, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel – die Aufsicht kann Angebote untersagen lassen, Zahlungen sperren und Netzwerkzugänge blockieren. Für den Einzelnen ist das kein juristisches Phänomen am Rand, sondern eine Reihe praktischer Folgen: kein Anschluss an OASIS und LUGAS, also keine Sperre, die greift, und keine Limitdatei, die schützt. Kein deutscher Rechtsweg über eine Aufsicht, die einspringt. Dafür höhere Limits, weil niemand sie deckelt, und ein Kundendienst, der in der Zeit rechnet, die er selbst festlegt.
Die Behörde warnt vor solchen Angeboten nicht in Andeutungen, sondern namentlich: Am 17. September 2026 sprach sie eine ausdrückliche Warnung vor der Teilnahme an illegalen Angeboten aus und nannte Platincasino als Beispiel. Der Marktanteil des Unerlaubten ist nicht die Randerscheinung, für die ihn die Werbung hält. Die jüngste Kanalisierungsquote, die die Behörde für den Online-Glücksspielmarkt Deutschland nennt, liegt bei 77 % – nach der zugrunde liegenden Studie entfielen 23 % des Marktvolumens 2024 auf unerlaubte Angebote. Für denselben Markt hatte eine frühere Auswertung auf Basis von Steuerdaten des Bundesministeriums der Finanzen für das Jahr 2022 noch eine Kanalisierungsquote von deutlich über 95 % ergeben, bei einem Marktanteil illegaler Anbieter von unter fünf Prozent. Zwei Messungen, zwei Methoden, zwei Ergebnisse – was sie gemeinsam zeigen, ist die Größenordnung: Der unerlaubte Teil ist ein Fünftel oder ein Zwanzigstel, je nach Zählweise, und jedenfalls groß genug, dass der einzelne Wettende ihm begegnet, bevor er ihn sucht.
Zur Gesamtlänge des Angebots gehört noch eine Zahl, die selten zitiert wird, weil sie die Erfolgsgeschichte ein wenig dämpft: Die durchschnittliche Auszahlungsquote im regulierten Sportwettenmarkt lag 2024 bei 76 % nach 78 % im Jahr 2023, bei Wetteinsätzen von 8,2 Mrd. Euro und Bruttospielerträgen der Erlaubnisträger von 1.963 Mio. Euro, ein Plus von 12 % zum Vorjahr. Anders gesagt: Von jedem Euro, der auf deutsche Sportwetten geht, kommen im Schnitt 24 Cent nicht zurück. Das ist keine Unterschlagung, das ist der Preis des Produkts, und wer ihn nicht kennt, hält jeden Verlust für Pech.
Was die Erlaubnis für jeden Einzelnen bedeutet: Ein Konto, ein Limit, eine Sperrdatei
Die Regeln aus dem Bereich Spielerschutz sind keine Fußnote zur Erlaubnis, sondern ihr praktischster Teil. Sie treffen alle Kunden deutscher Anbieter gleich, und deshalb sind sie der Grund, warum ein Vergleich von Sportwetten mit deutscher Lizenz anders aussieht als derselbe Vergleich auf einer ausländischen Seite.
Der Einstieg ist unspektakulär: Teilnahme ab 18 Jahren, ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen.
Dann die Grenze, die am häufigsten falsch zitiert wird: Das Einzahlungslimit beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die Limitdatei LUGAS. Über alle Anbieter heißt über alle Anbieter. Ein Wettender mit Konten bei vier deutschen Buchmachern darf nicht viermal 1.000 € einzahlen. Das Limit ist eines, und es gehört der Person, nicht dem Konto. Erhöhen lässt es sich – bis 10.000 €, und zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % der aktiven Spieler eines Anbieters –, aber nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung reicht dafür nicht. Wer sein Limit senken will, kann das sofort; wer es erhöhen will, wartet sieben Tage. Diese Asymmetrie ist keine Schikane, sondern die einzige Richtung, in der ein Limit wirkt, wenn jemand in einer Nacht auf einer Seite sitzt.
Dazu kommen zwei Register und ein Knopf. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird; wer sich dort mit einer Frist sperrt, ist mindestens drei Monate gesperrt, ohne genannte Frist mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst unmittelbar eine 24-stündige Sperre aus. Und paralleles Spielen an mehreren Anbietern gleichzeitig ist über die Aktivitätsdatei untersagt – eine Regel, über deren Kontrolle man streiten kann, deren Absicht aber klar ist: Wer sein Limit auf vier Seiten verteilt, hat es nicht gesenkt, sondern aufgeteilt.
Das Geld der Spielenden liegt auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Solche Sätze liest man schnell weg. Sie sind der Grund, warum die Insolvenz eines Anbieters für sein Guthaben nicht dasselbe ist wie die Insolvenz einer Offshore-Seite, bei der das Geld ein Betriebsmittel des Unternehmens war.
Warum diese Regeln den Vergleich verengen
Wer eine Rangliste von Sportwetten mit deutscher Lizenz liest, liest in Wahrheit zwei Sorten von Merkmalen. Die erste Sorte ist bei allen identisch, weil sie im Gesetz oder in der Erlaubnis steht: 18 Jahre, ein Konto, 1.000 € Monatslimit, OASIS, LUGAS, nur das erlaubte Wettprogramm, Einzahlung vom eigenen Konto, Auszahlung des Guthabens binnen fünf Werktagen bei Schließung. Die zweite Sorte unterscheidet die Anbieter: Quoten und Märkte innerhalb des Erlaubten, Zahlungswege innerhalb des Erlaubten, Bedienung, Kulanz, Kundendienst, Kontoführung. Ein Vergleich, der die erste Sorte in jede Zeile schreibt, wiederholt zehnmal dieselbe Zeile. Ein Vergleich, der sie ganz weglässt, verschweigt die Bedingungen, unter denen die zweite Sorte überhaupt stattfindet.
Die zweite Sorte ist außerdem enger, als sie aussieht, weil die Erlaubnis an der Domain hängt. Nur die im Sportwetten-Permit eingetragene Domain nimmt Sportwetten an; die virtuellen Automatenspiele eines Halters sind eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln und sagen über das Sportwettenteil nichts. Bei AdmiralBet etwa läuft Slots unter einer eigenen Domain mit eigener Erlaubnis, während Greentube Betting Malta Limited die Sportwetten-Erlaubnis hält. Ein Anbieter kann also auf beiden Feldern aktiv sein, und das eine Feld beantwortet keine Frage zum anderen.
Der Hinweis auf Werbung gehört in dieselbe Rubrik, weil er die Erwartung an das Produkt prägt. Werben dürfen nur Erlaubnisträger. Der Zeitraum zwischen 6 und 21 Uhr, in dem Werbung für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino-Spiele verboten ist, betrifft Sportwetten nicht – für Sportwetten gelten andere Grenzen: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Und was Bonushöhen angeht, steht im GlüStV keine einzige Zahl. Weder ein Höchstbetrag noch eine Umsatzhürde noch eine Mindestquote. Alles, was ein Willkommensbonus verlangt, steht in den Bedingungen des Anbieters, der ihn gibt. Deshalb ist der Bonusvergleich der Teil, bei dem am meisten behauptet und am wenigsten nachgerechnet wird.
Wonach sich die zehn Anbieter hier unterscheiden
Die Reihenfolge auf dieser Seite ist keine Rangfolge. Sie beginnt bei dem Anbieter mit der jüngsten Sportwetten-Erlaubnis im Feld und endet bei denen, die seit dem ersten Erlaubnisjahr 2020 dabei sind – eine Ordnung nach Zulassungsdatum macht sichtbar, wer in einer anderen Regulierungswelt groß geworden ist. Wer nach dem Feld sucht, das ein Anbieter im Vergleich ausfüllt, findet es in der ersten Zeile seines Abschnitts.
Die verglichenen Merkmale sind diejenigen, die eine Erlaubnis nicht vorschreibt: die Erlaubnis selbst mit Domain, Inhaber und Erstdatum, der Zusatzvertrieb im stationären Bereich, das Verhältnis von Sportwetten zu Casino-Erlaubnissen, die Sportarten und Wettarten innerhalb des erlaubten Programms und der Umgang mit dem Kontingent, das deutsche Regeln allen geben.
Was diese Merkmale nicht abdecken, ist wichtig genug für einen eigenen Absatz: Bonushöhen, Umsatzbedingungen und Mindestquoten. Das GlüStV regelt sie nicht, und deshalb gibt es keine Zahl, die für das Feld gilt. Wer in einer Vergleichstabelle eine Spalte „Bonus“ mit zehn Beträgen sieht, sieht zehn Angebote, die an zehn Tagen anders aussehen können. Der Vergleich der Bedingungen bleibt bei den Anbietern selbst, und wer sie liest, liest sie am besten vor der ersten Einzahlung und nicht danach.
Genauso der Rahmen des Marktes: Wetteinsätze von 8,2 Mrd. Euro standen 2024 Bruttospielerträgen von 1.963 Mio. Euro gegenüber, bei einer durchschnittlichen Auszahlungsquote von 76 %. Der regulierte Glücksspielmarkt insgesamt erreichte 2024, gemessen an Bruttospielerträgen, etwa 14,4 Mrd. Euro, bei Steuereinnahmen aus Glücksspielen von rund sieben Mrd. Euro im selben Zeitraum. Das sind die Zahlen, gegen die ein einzelner Willkommensbonus verschwindend klein wirkt, und sie sind auch der Grund, warum er so groß geschrieben wird. Und die Sportarten, um die es bei alledem geht, sind nicht gleich verteilt: 2024 lagen Pre-Match- und Live-Wetten im Verhältnis 47 % zu 53 %, und 78 % der Wetteinsätze entfielen auf Fußball, gefolgt von Basketball mit 8 %, Tennis mit 5 %, sportartenübergreifenden Kombinationen mit 5 % und Eishockey mit 1 %. Wer Basketball wettet, wettet in einem Nebenmarkt, der trotzdem größer ist als alles nach ihm.
Was der Bonus auf dem Weg zur Auszahlung wirklich fordert, rechnet die folgende Überlegung in einer Größe, die sich nicht wegreden lässt. Der Standardmonat eines deutschen Wettenden ist auf 1.000 € Einzahlung begrenzt. Setzt dieser Wettende den erreichten Betrag genau einmal auf einem Zwei-Wege-Markt zu Quoten von je 1,90 ein – ein Rechenbeispiel, kein Angebot –, dann ergibt sich aus 1 : (1/1,90 + 1/1,90) ein Quotenschlüssel von rund 95 %, also eine Marge des Buchmachers von rund 5 %. Auf 1.000 € Umsatz entspricht das einem erwarteten Verlust von ungefähr 50 €, und je nachdem, welche Seite man rechnet, reicht die Spanne von etwa 47 € bei einer ausgeglicheneren Preisstellung bis rund 53 € bei einer etwas schieferen. Das ist kein Verlust pro Wette und keine Vorhersage eines Ergebnisses, sondern der statistische Durchschnitt über viele Wetten unter dieser Annahme. Und es ist die Zahl, an der sich jede Umsatzbedingung misst: Wer 1.000 € Bonus zehnmal umsetzen muss, verlegt nicht 10.000 € in ein anderes Regal, sondern setzt sie zehnmal demselben Mechanismus aus.
Und die Wahl zwischen den Wegen lässt sich nicht auf die Frage nach der schönsten Oberfläche reduzieren. Ein erlaubter Anbieter bedeutet Rechtssicherheit, einheitliches Limit, Sperrsystem, insolvenzgeschütztes Guthaben – und ein Wettprogramm, das an Live-Märkten und Sportarten deutlich beschnitten ist. Ein unerlaubter Anbieter kann mehr Märkte zeigen, höhere Limits zulassen und Zahlungswege anbieten, die in Deutschland niemand anbieten darf; er gibt dafür jeden Mechanismus auf, der einen Wettenden schützt. Wer sein Limit ohnehin nie erreicht, für den wiegt der erste Punkt leichter und der Beschnitt schwerer. Wer größere Beträge bewegt und ein Einzahlungslimit regelmäßig ausreizt, für den ist die Frage nach dem Limit in Wirklichkeit eine Frage nach dem Weg, auf dem er sich bewegen will. Nur lassen sich die beiden Wege nicht mischen: Ein Offshore-Konto heilt kein deutsches Limit, es umgeht es.
panorama der zehn Erlaubnisse
| Anbieter | Inhaber der Erlaubnis | Erlaubnis für Sportwetten seit | Weitere Vertriebswege und Erlaubnisse |
|---|---|---|---|
| Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema | 22.04.2026 | nur Internet |
| Winamax | WINAMAX SA | 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022 | nur Internet |
| Tipico | Tipico Co. Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022 | nur Internet |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 | Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit 15.11.2022 |
| Sportwetten.de | NetX Betting Limited, Birkirkara | 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022 | nur Internet |
| Leovegas | LVSports Limited | 21.10.2024 | virtuelle Automatenspiele seit 27.02.2023 |
| Admiralbet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024 | Slots auf slots.admiralbet.de seit 28.09.2022 |
| Bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 | virtuelle Automatenspiele seit 28.12.2022 |
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited, San Giljan | 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022 | nur Internet |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 | nur Internet |
Die Spalte mit den Erlaubnisdaten ist die interessanteste und die am wenigsten aussagekräftige über die Qualität eines Anbieters. Sie zeigt einen Stau: Im Oktober 2020, als die ersten länderübergreifenden Erlaubnisse überhaupt vergeben werden konnten, gingen mehrere Betriebe gleichzeitig an den Start. Vier der zehn hier tragen ein Erstdatum vom 9. Oktober 2020. Wer daraus ein Qualitätsranking baut, sortiert nach Verwaltungsvorgängen, nicht nach Produkten.
Die zweite Beobachtung der Tabelle betrifft die Inhaber. Sie sitzen ausnahmslos auf Malta, und das ist keine Klage über Steueroasen, sondern ein Hinweis auf die Struktur: Ein deutscher Kundendienst und eine maltesische Betreibergesellschaft sind zwei verschiedene Rechtssubjekte. Der Domainname dagegen ist deutsch – einheitlich .de. Genau deshalb beweist die Domain allein nichts, und eine Erlaubnis, die nur aus einem .de-Namen abgeleitet wird, ist keine geprüfte Erlaubnis. Bei Bet3000.de und Betano.de liegen die Whitelist-Einträge in der Fassung vom 2. Oktober 2026 vor, und bei beiden wird das Erstdatum von der Behörde selbst geführt – es gehört deshalb in diese Zeile und in keinen Werbetext.
Die dritte Beobachtung betrifft die Lücke, die in der Tabelle nicht auftaucht, in den Daten aber steht: Der Sportschutz-Teil der Whitelist und der Automatenspiel-Teil sind getrennte Erlaubnisse. Sportingbet nennt in seinem Impressum neben der behördlichen Erlaubnis zum Veranstalten von Sportwetten vom 21.12.2022 auch die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele vom 15.11.2022, AdmiralBet hält eine Slot-Erlaubnis für eine eigene Domain, LeoVegas hält beide. Ein Anbieter mit beidem ist kein Anbieter mit einer Lizenz, sondern einer mit zwei – und wer sein Sportwettenkonto dort führt, sollte wissen, dass das Casino daneben ein anderer Vorgang ist.
Die vierte Beobachtung ist banal und trotzdem die entscheidende: Was in dieser Tabelle fehlt, fehlt in der amtlichen Liste. Es gibt kein Ablaufdatum, keine Bonuszahl, keine Quotenangabe und keine Aussage darüber, ob ein Anbieter den Erwartungen eines bestimmten Wettenden entspricht. Die Liste beantwortet genau eine Frage. Sie tut das gründlich, und sie tut es nur ein Mal.
Die zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis
Zehn Marken, zehn Inhaber, ein Standard: Alle folgenden Einträge beruhen auf dem Stand der Whitelist vom 2. Oktober 2026, Inhaber und Erstdatum so, wie die Behörde sie führt. Was nicht auf der Liste steht, ist keine Schwäche des Anbieters; die Liste enthält keine Enddaten, keine Bonushöhen und keine Quoten. Wo hier eine Angabe fehlt, steht sie in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters und nirgendwo sonst.
bet3000 – der jüngste Erlaubnisnehmer, ein Neuling auf dem Papier
Bet3000 ist der einzige Anbieter im Feld mit einem Erstdatum aus dem Jahr 2026: Die Behörde verzeichnet für diese Domain die Erlaubnis seit dem 22. April 2026. Inhaber ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema auf Malta. Wer über einen Anbieter mit einer vier Monate alten Whitelist-Zeile stolpert und ihn für unseriös hält, dreht die Sache um: Der Eintrag ist das Ergebnis eines Prüfverfahrens, nicht ein Provisorium.
Nur über das Internet. Kein stationärer Vertrieb, keine Slot-Erlaubnis in derselben Zeile, Walk-in-Zeiten gibt es nicht. Das ist für einen Anbieter, der auf dem Papier jünger ist als die meisten seiner Wettbewerber, eine sehr klare Position – kein Nebengeschäft, keine Markenhäuser, ein Angebot.
Was ein Wettender bei einem so jungen Eintrag wirklich prüfen kann, ist nicht die Erlaubnis, sondern die Abwicklung: Zahlungswege, Erkennbarkeit einer Auszahlung, der Ton des Kundendienstes. Und der praktische Hinweis, der vor jeder Einzahlung ein paar Sekunden kostet, lautet, den Namen I.B.C. Sportsbetting Limited einmal auf der eigenen Kontoführung wiederzufinden, bevor die erste Auszahlung ansteht.
winamax – Sportwetten seit 2021, französische Nüchternheit im Design
Für Winamax verzeichnet die Whitelist die WINAMAX SA als Inhaberin, mit einem Erstdatum vom 29. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022. Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte damals die Erlaubnis für Online-Sportwetten und verlängerte sie später; beaufsichtigt wird das Unternehmen heute von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Zwei Behörden in der Vita eines einzigen Anbieters – Darmstadt als Länderregierung vor dem GlüStV 2021, die GGL seit dem Inkrafttreten.
Der Anbieter steht für eine bestimmte Schule des Wettens: klare Oberfläche, wenig Inszenierung, ein Sportwetten-Bereich, der nicht wie eine Spielhalle aussieht, und eine Produktlinie, die sich um die Kernmärkte dreht. Für einen Wettenden, der ein Einzelwetten-Programm mit sauberen Kombiwetten und einer verlässlichen Abrechnung sucht und auf Casino-Elemente neben dem Wettschein keinen Wert legt, ist das ein angenehmer Zuschnitt.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Die Erlaubnis deckt die Sportwetten auf der Domain; mehr als das sagt sie nicht. Und die Zwei-Behörden-Vita bedeutet in der Praxis, dass ein Anliegen zu älteren Vertragsverhältnissen durch mehr als eine Instanz laufen kann.
tipico – ein Erlaubnisnehmer der ersten Stunde und der Name im Verfahren
Tipico gehört zu den Marken mit einem Erstdatum vom 9. Oktober 2020 – aus der Gruppe, die ihre Erlaubnis in dem Monat bekam, in dem die Vergabe durch Gerichtsverfahren überhaupt erst möglich wurde. Eine Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022 verlängerte den Bestand. Inhaberin der Erlaubnis ist die Tipico Co. Limited.
Der Name taucht in diesem Artikel noch an einer anderen Stelle auf, und die gehört hier zusammen. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € an Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt Nicholas Emiliou hat am 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 die Auffassung vertreten, dass eine Rückzahlungspflicht unlizenzierter Anbieter grundsätzlich möglich ist. Es geht in diesem Verfahren um einen Zeitraum, in dem es die Erlaubnis, die Tipico heute hält, noch nicht gab; das ist der Grund, warum der Fall überhaupt geführt wird und warum er die heutige Whitelist-Zeile nicht berührt.
Für wen der Anbieter trotzdem der naheliegende Weg ist: für Wettende, die eine etablierte Marke mit deutschsprachigem Service und einem breiten Sportprogramm innerhalb des erlaubten Rahmens suchen. Und für wen nicht: für jemanden, der eine Marke ohne laufendes Verfahren sucht, gibt es neun andere Wege in dieser Liste. Kein Anbieter außerhalb der ersten vier Anbieter dieser Liste ist seit Herbst 2020 durchgehend dabei, und diese Konstanz ist ein Wert an sich.
sportingbet – Sportwetten und Automatenspiele unter zwei Erlaubnissen
Sportingbet steht mit einem Erstdatum vom 9. Oktober 2020 in der Whitelist, mit einer Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Inhaberin ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Aufsichtsbehörde ist die GGL.
Der Anbieter ist das deutlichste Beispiel für die Zwei-Erlaubnis-Struktur, die dieses Feld durchzieht: Im Impressum stehen nebeneinander die behördliche Erlaubnis zum Veranstalten von Sportwetten vom 21.12.2022 und die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele vom 15.11.2022. Ein Kunde kann also auf derselben Marke beides betreiben, und die Regeln sind alles andere als dieselben. Der Einzahlungsmechanismus ist derselbe, die Spielerschutzlogik ist es nicht: Das gesetzliche Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter ist ein wettbezogenes Instrument, und wer es an einem Abend in Automatenspielen verkleinert, hat es für die Wette am Samstag schon verbraucht. Wer beides nutzt, sollte diese Reihenfolge kennen.
Die zweite Eigenheit ist die Herkunft der Marke aus dem Umfeld stationärer Vermittlung, die dem Konto eine gewisse Nüchternheit gibt. Wer Sportwetten mit einem Buchmacher-Gefühl sucht und nicht mit einer Spielbank, ist hier in vergleichsweise guter Gesellschaft. Wer beides in derselben Sitzung sucht, sollte vorher wissen, was das für die Wochenendquote tut.
Sportwetten.de – die Ausnahme von der Regel, dass der Markenname nichts bedeutet
Bei Sportwetten.de fällt die übliche Unterscheidung zwischen Domain und Firmenname in sich zusammen: In der Übersicht der erlaubten Anbieter ist die NetX Betting Limited mit einer Adresse in Birkirkara auf Malta geführt, das Erstdatum liegt im Feld und das Datum der Folgeerlaubnis beim 16.12.2022. Der Name allein hätte den Anbieter ohnehin nicht legitimiert. Eine Domain, die nach Warenkorb klingt, ist noch keine Erlaubnis.
Das wirft für den Leser ein Kriterium auf, das über die Whitelist hinausgeht. Wenn eine Marke ihren Namen nach dem Produkt wählt, ist der Name keine Information. Vergleichen werden lässt sich dann der Rest: die Tiefe des Wettprogramms innerhalb des erlaubten Rahmens, die Zahl der angebotenen Zahlungswege, die Toleranz und Erreichbarkeit des Supports. Ein Anbieter mit einem solchen Namen wird an seinen Zahlen gemessen, nicht an seinem Versprechen.
Für Wettende, die eine schlichte, auf Sportwetten zugeschnittene Seite ohne Casinobereich suchen, ist das eine brauchbare Ausgangslage. Wer Beratung erwartet, sollte sie dem Kundendienst abverlangen und dort messen. Die Whitelist-Zeile selbst ist bei diesem Anbieter, wie bei jedem anderen, ein Ja-oder-Nein, keine Abstufung.
leovegas – Erlaubnis für Sportwetten deutlich nach der Casino-Erlaubnis
Leovegas.de ist der Sonderfall im Feld: Die LVSports Limited hat nach der Whitelist die Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21. Oktober 2024, für virtuelle Automatenspiele dagegen seit dem 27. Februar 2023. Das Sportwetten-Permit ist also jünger als der Casino-Permit, und zwar um mehr als eineinhalb Jahre. Die Marke ist kein Sportwetten-Anbieter, der ein Casino ergänzt hat, sondern ein Casino-Anbieter, der in den Sportwetten nachgelegt hat.
Für den Vergleich ist das eine relevante Nuance. Wer ein Konto bei einem Anbieter mit einer so jungen Sportwetten-Erlaubnis eröffnet, sollte im Sportwetten-Bereich ein jüngeres Produkt erwarten und die Bereiche nicht danach beurteilen, was der Casino-Teil kann. Die Struktur hat einen weiteren Effekt: Ein Kunde, der über die Casino-Erlaubnis zur Marke kam, kann Sportwetten dort nutzen – nur eben mit einer Erlaubnis, die erst seit dem 21. Oktober 2024 läuft. Ein junger Zweig mit einem jungen Fehlerpotenzial.
Im Übrigen sind die Pflichten identisch: Verifizierung, ein Konto, das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter, OASIS bei jedem Login. Wer vor allem Sportwetten will, findet den Anbieter jünger als andere im Feld – und wer beide Produkte nutzt, kann sie hier nebeneinander führen, was bequem ist und in der Limit-Rechnung nicht neutral.
admiralbet – Sportwetten seit 2020, Slots unter eigener Domain
Admiralbet.de wird von der Greentube Betting Malta Limited betrieben, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Der Sportwettenteil gehört also zum ursprünglichen Erlaubnisjahrgang – vier Jahre Bestand vor dem jüngsten Schritt.
Eine zweite Erlaubnis läuft auf eine eigene Domain: Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022. Zwei Domains, zwei Erlaubnisse, zwei Vorgänge, und der Sportwetten-Anbieter ist ausschließlich der auf der Sportwetten-Domain.
Das eröffnet einen Vergleich, den die Whitelist sichtbar macht und der über die Lizenz hinausgeht: Wer Sportwetten will, hat bei AdmiralBet die längste ununterbrochene Serie unter den jüngeren Zulassungen des Feldes. Wer Casino will, braucht die zweite Zeile. Und wer beides in einem Konto sucht, findet hier ein sauber getrenntes Modell, in dem der Übergang auf die Slot-Seite einem Wechsel des Registers gleichkommt – mit allen Konsequenzen für das Monatslimit, das über alle erlaubten Angebote hinweg gilt und durch einen Seitenwechsel nicht neu beginnt.
bet-at-home – lange am Markt, Sportwetten und Slots getrennt berechtigt
Bet-at-home.de ist in der Whitelist mit der Bet-at-home.com Internet Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 2. November 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Virtuelle Automatenspiele sind seit dem 28.12.2022 erlaubt. Der Anbieter gehört damit zu den wenigen hier, die früh eine Sportwetten-Erlaubnis und später eine eigene Casino-Erlaubnis erworben haben und beide Produkte unter einer Marke führen.
Der Punkt, an dem dieser Anbieter im Vergleich gewinnt und verliert, ist derselbe: seine Markenbekanntheit. Wer eine Marke wählt, die seit Jahren sichtbar ist, wählt Vertrautheit, und Vertrautheit ist ein realer Wert, wenn ein Auszahlungsvorgang zum ersten Mal hakt und der Name sich am Telefon erklären lässt. Der Preis dafür ist in diesem Fall die geringere Überraschung: Ein Anbieter mit dieser Historie ist selten der günstigste.
Für Wettende, die ihre Konten ohnehin breit streuen und einen Anbieter mit langer Whitelist-Zeile und etablierter Struktur als fünftes Konto suchen, ist der Eintrag eine naheliegende Ergänzung. Wer ein einziges Konto führt und dabei auf die schmalste aller Fragen schaut – was im Sportwetten-Bereich innerhalb des erlaubten Rahmens tatsächlich angeboten wird –, wird die Marke gegen die anderen neun abwägen müssen, und diese Abwägung nimmt ihm die amtliche Liste nicht ab.
betano – Erlaubnis aus Darmstadt, Sportwetten seit 2021
Bei Betano führt die Whitelist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan auf Malta, mit einem Erstdatum vom 19. Februar 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Die Betkick Sportwettenservice, ein österreichisches Unternehmen im Besitz von Stoiximan, hatte die deutsche Sportwetten-Erlaubnis vom Regierungspräsidium Darmstadt im Februar 2021 erhalten und bietet seitdem über die Domain Sportwetten an. Der Vorgang fällt damit in die Übergangsphase, in der Länderbehörden und die spätere Bundesbehörde nebeneinander tätig waren – dieselbe Doppelspur, die bei Winamax sichtbar wird.
Bemerkenswert ist die Trennung von Marke und Inhaber. Betano ist die sichtbare Marke, Betkick ist die Erlaubnisnehmerin, und die Erlaubnis wurde ausgerechnet vom Regierungspräsidium Darmstadt erteilt. Wer die Zahlungsströme und die Vertragspartner auseinanderhalten will, findet hier ein sauberes Beispiel dafür, wie häufig die drei Ebenen – Marke, Domain, Gesellschaft – nicht übereinstimmen.
Ein Konto bei Betano ist also ein Vertrag mit einer maltesischen Gesellschaft, die ihre Erlaubnis in Deutschland über eine Länderbehörde erhalten hat, und ein Sportwetten-Angebot, das die GGL beaufsichtigt. Wem diese Kette zu lang ist, hat mit den jüngeren Erlaubnissen des Feldes einfachere Wege. Wer sich für Marken mit europäischer Reichweite und einem deutschen Erlaubnisschein der ersten Übergangsjahre interessiert, kommt an diesem Eintrag nicht vorbei.
neobet – seit 2020 dabei, ein kleineres Rad im gleichen Jahrgang
Neobet.de liegt bei der Greenvest Betting Limited, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Der Anbieter gehört damit in die Gruppe, die die allererste Vergabewelle mitgenommen hat – in dieselbe Woche wie Tipico, Sportingbet und AdmiralBet.
Der Unterschied liegt nicht in der Erlaubnis, sondern im Umfang. Neobet ist keine Marke mit Fernsehpräsenz, und das ist für den Vergleich eine Information: Wer Reichweite sucht, sucht Werbung, und Werbung ist nach dem GlüStV nur Erlaubnisträgern erlaubt und für Sportwetten mit Einschränkungen belegt – keine Werbung mit aktiven Sportlern, keine Vergütung von Affiliates nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Ein Anbieter, der nicht wirbt, spart an einer Stelle, an der andere mehr ausgeben.
Was daraus für den Wettenden folgt: Die Erlaubnis ist so gut wie die der Großen, die Sichtbarkeit nicht. Ein Konto hier ist eine Wette auf ein kleineres Haus mit derselben Whitelist-Zeile – und das ist genau die Wahl, um die es auf dieser Seite geht. Wer Reichweite mit Service verwechselt, wird enttäuscht; wer Erlaubnis mit Angebotstiefe verwechselt, ebenfalls.
Was übrig bleibt, wenn alle zehn auf der Liste stehen
Zehn Anbieter mit demselben Behördenstempel und zehn unterschiedliche Profile – das ist das Ergebnis, und es ist unbequemer als eine Rangliste. Die Erlaubnis entscheidet nur darüber, wer überhaupt mitspielen darf. Danach entscheidet der Zuschnitt: ein Casino-Haus mit jungem Sportwetten-Zweig oder ein Sportwetten-Haus, das nie etwas anderes war; eine Marke mit laufendem Verfahren über alte Verträge oder eine ohne; ein Anbieter mit zwei Erlaubnissen und einem Monatslimit oder einer mit klar getrennten Domains.
Wer die Entscheidung vor sich herschiebt, sollte sich an der einen Zahl orientieren, die für alle gilt und die niemand umgeht: Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter bleibt bestehen, gleichgültig wie viele Konten man führt. Ein Vergleich, der nach der Zahl der Anbieter sortiert, sortiert nach dem falschen Merkmal. Die interessantere Frage ist, ob ein Anbieter das Kontingent von 1.000 € in einem Rahmen anbietet, in dem man es tatsächlich ausgeben möchte.
Häufige Fragen zu Wettanbietern mit deutscher Lizenz
Woran erkenne ich, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?
Auf der Seite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Übersicht der erlaubten Glücksspielanbieter öffnen, die Domain des Anbieters suchen und prüfen, ob sie unter der Sparte Sportwetten geführt wird. Wichtig ist der Eintrag, nicht die Endung: Eine .de-Adresse allein beweist nichts, und die Liste führt zusätzlich den Inhaber der Erlaubnis und das Erstdatum.
Was bedeutet die deutsche Erlaubnis für das Einzahlungslimit und das Sperrsystem?
Sie bringt beides mit. Das Einzahlungslimit beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter, durchgesetzt über die Limitdatei LUGAS. Wer sein Limit senkt, tut das sofort; wer es erhöht, ab 7 Tagen später und nur mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und jedem Login abgefragt wird.
Warum zählt eine Lizenz aus Curaçao oder Anjouan in Deutschland nicht?
Weil sie keine Erlaubnis für den deutschen Markt ist. Wer Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis Sportwetten anbietet, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel, und die Aufsicht kann Angebote untersagen, Zahlungen sperren und Netzwerkzugänge blockieren. Dem Wettenden fehlen zusätzlich der Anschluss an OASIS und LUGAS und der deutsche Rechtsweg über eine Aufsicht.
Wie hoch ist die Sportwettensteuer, und wen trifft sie?
Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, und das ist der bezahlte Einsatz abzüglich der Steuer selbst – rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden. Ob und wie ein Anbieter sie an seine Kunden weitergibt, steht in seinen eigenen Bedingungen und nicht im Gesetz.
Deckt eine Sportwetten-Erlaubnis auch Slots, Poker und Casinospiele?
Nein, das sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln. Nur die im Sportwetten-Permit eingetragene Domain nimmt Sportwetten an. Ein Halter kann daneben eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele oder Online-Poker besitzen – bei mehreren Anbietern im Feld ist das der Fall –, und diese Erlaubnis sagt über das Sportwetten-Angebot nichts aus.
Was von dieser Liste bleibt
Die Whitelist beantwortet genau eine Frage und beantwortet sie endgültig: ob ein Anbieter Sportwetten in Deutschland anbieten darf. Alles Weitere ist eine Entscheidung des Wettenden, und sie fällt unterschiedlich aus, je nachdem, was er mitbringt. Wer kleine Beträge setzt und ein klar geschnittenes Sportwetten-Programm sucht, findet unter den zehn Wegen mehrere, die sich kaum unterscheiden. Wer ein Kontingent von 1.000 € im Monat ausschöpft, findet Unterschiede, die schwerer wiegen als jede Bonuszeile – bei der Sportartenbreite innerhalb des erlaubten Programms, bei den Zahlungswegen und bei der Frage, ob neben dem Wettschein noch ein Casino läuft, das am selben Limit zehrt.
Der Markt hinter dieser Liste ist groß und wird größtenteils von erlaubten Anbietern bedient: Nach der jüngsten Messung der Behörde liegt die Kanalisierungsquote im Online-Glücksspiel bei 77 %, nach einer früheren Auswertung von Steuerdaten für den Sportwettenmarkt 2022 bei deutlich über 95 %. Die beiden Zahlen passen nicht zueinander, und wer eine von ihnen als Beweis für die Wirksamkeit des Systems zitiert, wählt sich sein Ergebnis. Für den einzelnen Wettenden ist die praktische Folge dieselbe: Der unerlaubte Teil ist klein genug, um ihn zu übersehen, und groß genug, um ihm zufällig zu begegnen – über eine Werbeanzeige, einen Bonus mit einer Zahl, die kein deutscher Anbieter nennen könnte, oder eine Domain mit einer Lizenz, die in Deutschland niemand anerkennt.
Die zehn Anbieter auf dieser Seite unterscheiden sich nicht darin, ob sie dürfen. Sie unterscheiden sich darin, was sie aus dem Dürfen machen, und diese Entscheidung beginnt bei jedem Wettenden mit der unbequemen Frage, welches Kontingent von 1.000 € im Monat er überhaupt in Wetten umsetzen kann – und endet mit der Wahl, an welcher Stelle er es ausgeben will.
Lizenz – Basketballwetten online
Inhalt erstellt vom Team «Basketballwetten online»
